Internationales

Weltmeisterschaften 2005 in Wien

ZAV Hodonin 2005

 

Verbandstag des ÖStV in Wien

Internationaler Jugendwettbewerb 2001

Vienna Open in Kurzschrift

ZAV-Fachtagung in Hodonin (Tschechien)

Lehrer(innen) der Textverarbeitung jetzt TOP

ZAV-Fachtagung 2002 in Neukirchen

19. Internationaler Jugendbewerb in Wien

ZAV-Wettbewerb 2002 in Hodonin

Empfang durch den Bundespräsidenten in Wien

 

 

 

 

 

 

 


49. Verbandstag des ÖStV in Wien
Bei der 49. Jahreshauptversammlung des Österreichischen Verbandes für Stenografie und Textverarbeitung im Rathaus von Wien begrüßte Vorsitzende Marlis Kulb besonders Horst Diehl aus Neukirchen und berichtete über zahlreiche Aktivitäten. So stiegen die Teilnehmerzahlen beim Schülerleistungsschreiben kräftig an, wurde ein bilateraler Vertrag für Kurzschrift mit dem Deutschen Stenografenbund abgeschlossen, wurden über 900 Prüfungen in Textverarbeitung durchgeführt und hat die Mitgliederzahlen des Verbandes zugenommen. Ein Videofilm über die Weltmeisterschaften in Lausanne und ein kleiner Imbiss, von Leo Kulb hervorragend vorbereitet, rundeten eine harmonische Versammlung ab.

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1. Vienna Open in Kurzschrift
Aus Aue, Heilbad Heiligenstadt, Jena, Leipzig, Lüdenscheid und Österreich waren Stenogräfinnen und -grafen nach Wien gekommen, um an den 1. Vienna Open teilzunehmen. Die Jenaer hatten zur Unterstützung sogar ihren eigenen Fanclub mitgebracht. Aus Neukirchen waren Hannelore und Horst Diehl angereist. Die Idee zu diesem internationalen Wettbewerb hatte Edith Vartok. Vorbild waren die Leipzig Open. Eingeleitet wurde der internationale Wettbewerb am Vorabend im Restaurant "Einstein", benannt nach dem Nobelpreisträger und Erfinder der Relativitätstheorie. War dies schon ein Hinweis auf die geistig hohen Anforderungen am nächsten Vormittag?

Die Wettbewerbe wurden von Martin Springinklee geleitet und reibungslos durchgeführt. Die Zeit bis zur Siegerehrung wurde mit einer Busfahrt durch Wien und zum Privatmuseum von Prof. Ernst Fuchs überbrückt. Die 1889 vom welt- berühmten Architekten Otto Wagner erbaute Villa enthält in sechs prunkvollen Räumen die weltgrößte Sammlung an Ölgemälden, Zeichnungen, Kupferstichen, Skulpturen und angewandter Kunst aus der Hand des Meisters des Phantastischen Realismus. Organisiert wurde diese interessante Veranstaltung von Marlis Kulb, der 1. Vorsitzenden des Österreichischen Verbandes für Stenografie und Textverarbeitung.

Abends fand dann die Siegerehrung in einem typischen Wiener Lokal (= Beisl) statt. Nachdem sich alle gestärkt hatten, gab Magister Martin Springinklee die Ergebnisse bekannt und überreichte Pokale und Ehrenpreise. Und alle Teilnehmer(innen) erhielten eine Urkunde. Sieger wurde Manfred Kehrer mit 450 Silben vor Gerhard Skups, Marion Stropahl und Helene Kobald.

Der Zufall wollte es, dass die Teilnehmer(innen) aus Thüringen und das Ehepaar Diehl am Sonntag gemeinsam mit dem Zug wieder nach Deutschland zurückfuhren. Dort verabschiedeten sie sich am Bahnhof in Nürnberg mit kräftigem Winken und kleinen Fahnen. So haben die 1. Vienna Open auch zum Zusammengehörigkeitsgefühl von Hessen und Thüringen beigetragen. Nicht vergessen werden soll aber auch, dass die Fahrt der Thüringer(innen) von Sabine Smolinski hervorragend vorbereitet und von Heidrun Meyer (wie immer) mit der Videokamera bildlich festgehalten wurde.

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Lehrer(innen) der Textverarbeitung in Österreich jetzt TOP
Lebhaft diskutiert wurden die neuen Lehrpläne bei der 13. Fachtagung des Österreichischen Verbandes für Stenografie und Textverarbeitung am 26. und 27. Mai 2000 in Wien. Fachoberlehrerin Brigitte Jirsa (Stockerau) stellte die neuen Lehrinhalte vor. Die Lehrer(innen) der Textverarbeitung unterrichten jetzt Textverarbeitung, Office-Management und Publishing, abgekürzt TOP. Bei gleichbleibender Stundenzahl erhält das Erarbeiten der Tastatur höchste Priorität, während die Kurzschrift aus den Lehrplänen gestrichen wurde. Interessant auch das Referat von Reinhard Tschokel (Wien) über das „Layout von Publikationen“. Nach der Mittagspause ging es mit der digitalen Sprachverarbeitung weiter. Die Demonstration des Programmes „FreeSpeech 2000“ zeigte, dass nach wie vor hohe Ansprüche an die Spracheingabe gestellt werden, wenn ein weitgehend fehlerfreier Text erstellt werden soll. Mit Lockerungsübungen und dem richtigen Sitzverhalten – sehr kurzweilig und abwechslungsreich vorgetragen von Dipl. Physiotherapeutin Christine Schober (Oberpullendorf), endete der erste Tag. 

Am nächsten Morgen ging es um die Ablage von Schriftgut: „Finden statt suchen – modernes Dokumentenmanagement“. Walburg Ernst, Fachbuchautorin und Trainerin für Sekretariats- und Büromanagement, zeigte an vielen Beispielen, wie auch das (ungeliebte) Ablegen von Schriftstücken Freude machen kann. Die digitale Aufnahme von Diktaten und das praktische Arbeiten im Schulunterricht demonstrierte Erwin Klösch. Beeindruckend das Programm für Korrektur und Bewertung von Phonodiktaten, Briefen und Abschreibtexten – vorgetragen von Fachlehrerin Christine Steinmetz (Villach). Und zum Schluss zeigte Elisabeth Müller, wie man auch mit den Zehen (da sie von Geburt an keine Arme hat) schreiben kann. 

Eine Busfahrt zur Otto-Wagner-Villa mit Besichtigung der Gemälde von Ernst Fuchs rundete eine von Marlis Kulb, der Vorsitzenden des Österreichischen Verbandes für Stenografie und Textverarbeitung, excellent vorbereitete, hochinteressante und sehr gut besuchte Fachtagung ab. Die Fahrt nach Wien hat sich wieder einmal gelohnt.    
                                                                                                                                                      Horst Diehl

 

ZAV und Fachtagung in Hodonin (Tschechien)
Die Handelsakademie in Hodonin (etwa 90 Minuten von Wien entfernt) in Südmähren, direkt an der Grenze zur Slowakei gelegen, war das Ziel von fünf Mitgliedern des Steno- und Maschinenschreibvereins Neukirchen. Sie wurden von Jaroslav Zaviacic und Helena Matouskova (der amtierenden Weltmeisterin im Tastschreiben) und der Schulleitung sehr herzlich und als Freunde begrüßt, waren Mitglieder des Vereins doch schon zum dritten Male in Hodonin. 

Gleich nach der Ankunft am Freitag, dem 10. November 2000 trainierten drei Schülerinnen des Vereins in deutscher Sprache mit 78 Schülern von 24 Schulen aus der gesamten tschechischen Republik. Es wurde eine bunte Palette von Schreibübungen im Rahmen des Vierphasentrainings "ZAV" absolviert. Die aktuellen Ergebnisse wurden ständig in einem anderen Raum mithilfe eines Netzwerkes übertragen. Jaroslav Zaviacic zeigte zwischendurch, wie die Übung aussieht, die ein Teilnehmer gerade schreibt. Am nächsten Tag dann der Wettbewerb, der aus vier Teilen bestand: Bei der ersten 10-Minuten-Abschrift wurden für jeden Fehler fünf Punkte abgezogen, bei der zweiten 50 und bei der dritten Arbeit 500 Punkte. Bei der vierten Aufgabe musste ein Text mit Korrekturen (Autorenkorrektur) erfasst werden.

Gleichzeitig fand eine internationale Fachtagung zum Thema "Zertifikate zur Qualifikation für PC-Büroanwendungen" statt. Die Beiträge wurden persönlich vorgetragen oder lagen schriftlich von Fachleuten aus Belgien, Deutschland, Luxemburg, Österreich und Russland vor. Beschlossen wurde: ECDL (= Office) – als derzeit wichtigste Zertifikationsform – benötigt eine Ergänzung um das Modul der Tastschreibfähigkeit. 

Horst Diehl

 

19. Internationaler Jugendbewerb in Wien
Fünf Wochen vor der Fahrt nach Wien wurde eine Gruppe aus Neukirchen für den 19. Internationalen Jugendbewerb zusammengestellt. Ich hatte das Glück mitfahren zu dürfen. Unsere Neukirchener Mannschaft bestand aus vier Mädchen: Ann-Kathrin Göbel, Marie Schmerer, Meike Brandner und mir (Nina Miller). Da Marie und ich schon 1998 an dem 16. Bewerb teilgenommen hatten, freute ich mich ganz besonders, wieder in Wien zu sein.

Wir reisten mit dem Nachtzug ab Frankfurt. Gegen 9 Uhr standen schon am Westbahnhof in Wien. Ich konnte es kaum erwarten, all diejenigen Menschen, die ich kennen gelernt hatte, wieder zu sehen. Übernachtet haben wir im Hotel "Zur Stadthalle", wo ich mehr sehr über die freundliche Aufnahme und Begrüßung gefreut habe. Nach dem Frühstück im Hotel erkundeten wir sofort die Stadt Wien von Neuem. Natürlich fuhren wir mit der U-Bahn zum Stephansplatz und besuchten den Stephansdom und anschließend die Hofburg. Das Ehepaar Diehl sah sich inzwischen im kulturhistorischen Museum eine Ausstellung an. Wir schlenderten begeistert durch die Straßen und sahen uns dabei überall um, wie schön doch die alten Gebäude waren. Selbstverständlich waren wir auch in verschiedenen Geschäften. Trotz des regnerischen Wetters haben wir den ersten Tag in Wien genossen.

Nach dem gemeinsamen Abendessen im "Wienerwald" stellten sich alle Teilnehmer des Jugendbewerbs und die Betreuer der einzelnen Gruppen vor und jedes Land hat beim gemütlichen Beisammensein musiziert oder gesungen. An diesem Abend war es besonders lustig. Ich habe noch nie so viel gelacht wie in Wien an diesem Abend.

Sehr interessant fand ich am nächsten Tag den Besuch in der Österreichischen Nationalbank, wo für uns auch ein Vortrag über die "Bedeutung des EURO" gehalten wurde. Immerhin werden wir im nächsten Jahr mit dem EURO umgehen müssen. Das ist dann eine schöne Sache, müssen wir dann doch keine DEM in Österreichische Schillinge mehr umtauschen. Natürlich wurden dem Referenten auch Fragen gestellt und wurde diskutiert.

Anschließend fuhren wir zu unserem Wettschreibort. Geleitet wurde das Ganze von Franz Sage und Marlis Kulb. Zwar tauchten ein paar technische Probleme auf, doch die Teilnehmer kümmerte das nicht sonderlich, denn dadurch hatten wir mehr Zeit, um uns alle richtig kennen zu lernen. Dabei habe ich festgestellt, wie zum Beispiel die Regensburger und die Österreicher sehr nett waren. Zu den anderen Schreibern aus Belgien, der Slowakei und Tschechien hatten wir keinen Kontakt, da diese im ersten Stock schrieben. Mit der Gruppe aus den Niederlanden hatten wir auf der gemeinsamen Rückfahrt mit dem Zug noch viel Spaß.

Nach dem Schreiben - so gegen 19 Uhr - fuhren wir gemeinsam zum Theater "Forum". Hier handelt es sich um ein kleines Kellertheater. Sehr begeistert war ich von der Aufführung "The Elvis-Story". Der Künstler, der die Lebensgeschichte von Elvis Presley erzählte und gesanglich gekonnt darstellte, erinnerte das Publikum an die 50er- und 60er-Jahre. Da ich damals, als Elvis berühmt wurde, noch nicht auf der Welt war, konnte ich mir diese Jahre durch die Aufführung gut vorstellen. Obwohl ich mich früher nicht viel für Elvis interessiert habe, so tue ich das jetzt um so mehr. Ich war einfach begeistert von diesem Stück und bin sehr froh, dass wir dieses Mal so eine Aufführung sehen konnten.

Langsam näherten wir uns dem letzten Tag unseres Aufenthaltes in Wien. Da in unserem Hotel ein Computer mit Internetzugang zur Verfügung stand, konnten wir unseren Eltern, Freunden und Bekannten von dem kurzen Aufenthalt und den schönen und unvergesslichen Erlebnissen berichten. Abends gab es noch eine Festveranstaltung - das 50-jährige Bestehen des Österreichischen Verbandes für Stenografie und Textverarbeitung. Dann folgte die Siegerehrung der Gruppen vom internationalen Jugendbewerb und den österreichischen Meisterschaften in Kurzschrift und im Tastschreiben. Später gingen wir dann auf Einladung der Stadt Wien zum gemeinsamen Abendessen ins Wienerwald-Restaurant "Schottenkeller". Hier wurde wieder viel gelacht! Die Stimmung war einfach perfekt und das Essen hat mir auch sehr gut geschmeckt. Doch leider konnte man die schönen Minuten des gemütlichen Beisammenseins nicht anhalten. Der Sekundenzeiger bewegte sich jedenfalls immer weiter vorwärts, sodass es langsam Zeit wurde, sich von den anderen Teilnehmern zu verabschieden und ein letztes Mal mit der U-Bahn zum Hotel zu fahren.

Ich habe mich sehr gefreut, wieder in Wien gewesen zu sein (obwohl ich nicht alles gesehen habe, was ich mir vorgenommen hatte) und viele nette Menschen wieder getroffen und neue kennen gelernt zu haben. Am liebsten wäre ich noch ein paar Tage in Wien geblieben. Ich habe viele gute Erinnerungen mit nach Hause genommen und würde mich wahnsinnig freuen, wenn ich auch ein nächstes Mal zum internationalen Jugendbewerb mitkommen könnte. Dann würde ich auf jeden Fall im Hotel "Zur Stadthalle" übernachten, wo ich mich sehr wohl gefühlt habe und wo wir alle gut empfangen worden sind - besonders von Frau Kulb, der Vorsitzenden des Österreichischen Verbandes für Stenografie und Textverarbeitung. Danke.

Nina Miller
Jugendleiterin des Steno- und Maschinenschreibvereins Neukirchen 1980 e. V.

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Empfang durch den österreichischen Bundespräsidenten

Es war für Hannelore und Horst Diehl vom Steno- und Maschinenschreibverein Neukirchen ein besonderes Ereignis und Erlebnis, durch den österreichischen Bundespräsident Dr. Klestil in der Wiener Hofburg zusammen mit anderen Mitgliedern des österreichischen Verbandes für Stenografie und Textverarbeitung und Teilnehmern von den Weltmeisterschaften in Hannover empfangen zu werden.

Die Führung begann im Maria-Theresia-Zimmer, dem offiziellen Zeremoniensaal der Republik Österreich. Hier werden u. a. Staatsgäste empfangen. Dann ging es in den nächsten Raum, der wegen seiner hohen Spiegelwände, die wunderbare Farbeffekte erzeugen, "Spiegelsaal" genannt wird. Und dann kam er: Dr. Thomas Klestil, Bundespräsident der Republik Österreich. In seiner lockeren Art und mit guter Laune erkundigte er sich über die Erfolge und die Arbeit des österreichischen Verbandes für Stenografie und Textverarbeitung. Dabei erfuhren wir auch, dass er soeben den Patriarchen der armenischen Kirche empfangen hatte. Nach einem kleinen Geschenk an und von der Vorsitzenden des österreichischen Verbandes Marlis Kulb, einem Gruppenfoto und mit guten Wünschen verließ er uns, um seinen weiteren umfangreichen Verpflichtungen an diesem Tage nachzukommen. Wir setzten die Führung durch den eigentlichen Repräsentationsraum der Präsidentschaftskanzlei, dem so genannten "Pietra-dura-Zimmer" fort. Hier befinden sich 70 wertvolle buntfarbige Bilder an der Wand, die sich bei näherem Hinsehen aber als Mosaike entpuppten.

Nach dem Empfang reisten wir weiter nach Hodonin in der tschechischen Republik. Dort fanden zum siebten Male Wettbewerbe mit dem ZAV-Programm an der Handelsakademie und eine Versammlung des Verbandes Interinfo Tschechien statt. Auch hier waren wir gern gesehene Gäste. Sehr freundschaftlich wurden wir durch den Schulleiter Dr. Milos Prochaska und von Lehrkräften sowie von Helena Matouskova, der Weltmeisterin von Hannover, und von Jaroslav Zaviacic begrüßt. Und zu unserer Überraschung trafen wir auch Danny Devriendt aus Oostkamp in Belgien, einer unserer vielen guten Bekannten und jetzigen Generalsekretär der Intersteno. 

Am nächsten Tag fuhren wir wieder zurück nach Wien, um mit Marlis und Leo Kulb in einem guten einheimischen Lokal einen schönen und gemütlichen Abend zu verbringen. Ein sehr informatives und dem Gemeinschaftsgefühl von Stenografen und Tastschreibern förderliches Wochenende ging damit viel zu schnell vorbei.

 Hannelore und Horst Diehl

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