Schulpartnerschaft: Ukraine - Deutschland

Hannelore und Horst Diehl vom Steno- und Maschinenschreibverein Neukirchen besuchten März 2002 die Ukraine.  Bei dieser Gelegenheit wurde durch Tatjana Woroshbit der Kontakt zum klassischen Gymnasium in Bojarka (ca. 20 km von der ukrainischen Hauptstadt Kiew entfernt) hergestellt und der Wunsch geäußert, eine Schulpartnerschaft mit einem deutschen Gymnasium herzustellen. Seit dieser Zeit gibt es regelmäßige gegenseitige Besuche.

Kurzberichte
Ausführliche Berichte/Presse
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Aktuell: Bilder von unserem Besuch in Bojarka im Jahre 2006:

Mathematik- und Informatiklehrer(innen) des Gymnasiums mit den Eheleuten Diehl. Die Schüler(innen) der 5. Klasse stellten Fragen in Deutsch. Sie trugen Gedichte in deutscher Sprache vor.
Die Prachtstraße von Kiew, die am Wochenende eine Fußgängerzone ist.

Ein berühmter Schriftsteller
der Stadt Bojarka.

Der Besuch einer Zirkusvorstellung in Kiew ist immer ein Erlebnis.

 

März 2002:
Besuch von Hannelore und Horst bei der Schulleitung und der Deutschlehrerin vom Gymnasium in Bojarka. Wunsch: Schulpartnerschaft mit einem deutschen Gymnasium.

April 2002:
Erstes Gespräch von Horst Diehl mit der Leiterin des Gymnasiums Steinatal (Melanchthonschule).

Juni 2002:
Besuch einer Delegation aus der Ukraine bei der Melanchthonschule Steinatal.

September 2002:
Gespräch von Horst Diehl mit der Leiterin des Gymnasiums Steinatal. Besuch von Hannelore und Horst Diehl beim Gymnasium in Bojarka. Sie übergeben der Schule Bücher, Kassetten und Videos über  Deutschland. Konkrete Vorschläge für eine Schulpartnerschaft. 38 Briefe bringt das Ehepaar Diehl für Briefkontakte unter Schülern aus der Ukraine mit.

November 2002:
Zahlreiche Briefe aus Deutschland werden in die Ukraine abgeschickt.

April 2005:
Besuch von Hannelore und Horst Diehl beim Gymnasium in Bojarka. Es bestehen Kontakte zwischen den Schulleitungen und zwischen Schülern in Bojarka und dem deutschen Gymnasium Steinatal Melanchthonschule).

Juli 2005:
Besuch der Familie Woroshbit aus Bojarka in Deutschland. Teilnahme an einem internationalen Kongress in Wien und Aufenthalt in Neukirchen beim Ehepaar Diehl.

April 2006:
Hannelore und Horst Diehl besuchen wieder das Gymnasium in Bojarka. Sie nehmen am Deutschunterricht in zwei Klassen des 5. Schuljahres teil. Die Schülerinnen und Schüler lernen seit September 2005 wöchentlich zwei Stunden Deutsch. Horst Diehl berichtet bei den Mathematik- und Informatiklehrern über das Schulwesen in Deutschland. Eine rege Diskussion ergibt sich auch über das Schülerverhalten in der Ukraine und in Deutschland.

 

Projekt mit einem Gymnasium in der Ukraine
Zu Tatjana Woroshbit vom Gymnasium in Bojarka (ca. 20 km von der ukrainischen Hauptstadt Kiew entfernt) stehen Hannelore und Horst Diehl seit vier Jahren in Kontakt. In der Vorosterwoche 2002 besuchten sie die Fachbereichsleiterin für Mathematik und Informatik am Gymnasium in Bojarka. Von der dortigen Schulleiterin wurden sie herzlich empfangen. Eine Deutschlehrerin zeigte ihnen die Räumlichkeiten der Schule. Aus den Gesprächen ergab sich der Wunsch, mehr über das Schulwesen in Deutschland zu erfahren, Materialien für den Deutschunterricht zu erhalten und dass sich Pädagogen und Schüler des jeweiligen Landes gegenseitig austauschen sollen.  

Im Juni 2002 legten dann zwölf Ukrainerinnen und Ukrainer in einem blauen Kleinbus 1700 km zurück, um sich über die Aktivitäten des Steno- und Maschinenschreibvereins Neukirchen 1980 e. V. zu informieren und persönliche Kontakte zu einem deutschen Gymnasium herzustellen.  

Hannelore und Horst Diehl hatten für die zwölf guten Bekannten aus der Ukraine ein ansprechendes Erholungsprogramm zusammengestellt. Der Aufenthalt diente aber nicht nur diesem Zweck. An den Computern des Vereins lernten sie unter anderem den Umgang mit dem Internet kennen. Das Kurskonzept des Vereins wurde besprochen. Lernmaterial nahmen sie gerne mit. Es solleventuell am Gymnasium Borjarka eingesetzt werden. Zwei ältere Computer konnte Jura Woroshbit, Direktor eines Sanatoriums für kranke Kinder, mit in die Ukraine nehmen.  

Studiendirektor Helmut Weidemeyer von der Melanchthonschule Steinatal zeigte den Gästen die Räumlichkeiten des Gymnasiums und sagte die Unterstützung des geplanten Projektes zu. Vorstellbar wäre zum Beispiel das Tandem-Lernen per E-Mail. Damit sollen sich deutsche und ukrainische Schüler gegenseitig beim Erlernen der Fremdsprache unterstützen. In der Schule in Steinatal lernen derzeit etwa 70 Schüler ab der neunten Klasse Russisch. Am Gymnasium in Bojarka ist für alle 850 Schüler das Erlernen der deutschen Sprache Pflicht, berichtete Lehrerin Tatjana Woroshbit. Sehr hilfreich bei der Verständigung war die Dolmetscherin Ludmila Antoniuk.  

Für die Rückreise war auch Lernstoff im Gepäck. Die Melanchthonschule spendierte 40 Deutschbücher für den Unterricht am Gymnasium in Bojarka. Und das Ehepaar Diehl besorgte Bücher, Kassetten, Videos über Deutschland und andere Materialien von Fachverlagen für den Deutschunterricht. Die Diehls unterstützen das Projekt finanziell, organisatorisch und fachlich, etwa im Bereich der Computertechnik.  

Bürgermeister Klemens Olbrich empfing die Delegation im Rathaus, um sie im Namen der Stadt Neukirchen willkommen zu heißen. Er zeigte sich erfreut über die Kontakte des Ehepaares Diehl in die Ukraine, die von ihnen als den "Botschaftern der Stadt" erfolgreich geknüpft worden seien. Der Bürgermeister begrüßte die Zusammenarbeit zwischen den beiden Gymnasien mit Unterstützung des Steno- und Maschinenschreibvereins Neukirchen.

Horst Diehl

 

 

 

 

Das ist das im Jahre 1999
gegründete Gymnasium
in Bojarka (Ukraine).

Horst Diehl
im Gespräch mit der
Leiterin des Gymnasiums
Frau Swetlana Suschko (rechts)
und der Deutschlehrerin.

Aufmerksam verfolgen
Tatjana Woroshbit
und Horst Diehl
den Unterricht
der Deutschlehrerin
(rechts).

Viel Freude
hatten
die Schülerinnen und Schüler
an der Deutschstunde
mit ihren Gästen
Hannelore und Horst Diehl
aus Deutschland.

Hannelore und Horst Diehl (rechts)
im Gespräch mit der Bürgermeisterin
(3. von rechts) von Bojarka und ihren
 beiden Stellvertretern. 2. von rechts:
Dolmetscherin Ludmila A.