Weltmeisterschaften und 45. Intersteno-Kongress in Wien
Zu den besten Tastaturschreibern der Welt gehören Sabrina Möller und Alexander Lotz vom Steno- und Maschinenschreibverein Neukirchen. Bei den Weltmeisterschaften in Wien schaffte Sabrina Möller aus Frielendorf-Gebersdorf beim 30-Minuten-Schnellschreiben auf der Computertastatur 391 Anschläge pro Minute mit einer Fehlerfreiheit von 99,92 %. Mit dieser hervorragenden Leistung schaffte sie den 28. Platz in der Juniorenklasse. Mit 10820 Punkten kam sie auf die höchste Punktzahl aller Teilnehmer aus Nordhessen. Mit 326 Anschläge pro Minute und einer Fehlerfreiheit von 99,94 % kam Alexander Lotz aus Ottrau-Immichenhain auf den 45. Platz. 

Bei der Eröffnungsfeier, den zahlreichen Fachvorträgen, der Siegerehrung und dem anschließenden Bankett im Festsaal des Wiener Rathauses wurden zahlreiche Gespräche mit Bekannten und Freunden geführt. So u. a. auch mit der alten und neuen Weltmeisterin Helena Matouskova. Bei den Fachvorträgen war besonders beeindruckend, wie Blinde die Computer bedienen können.

Ein umfassendes Kulturprogramm rundete den einwöchigen Aufenthalt ab (Bilder s. weiter unten). Allen Teilnehmern hat es in der österreichischen Hauptstadt sehr gut gefallen. Und jetzt freuen sie sich schon auf die nächsten Weltmeisterschaften in der tschechischen Hauptstadt Prag im Jahre 2007.

Und das sind sie, die erfolgreichen Wettschreiber des Steno- und Maschinenschreibvereins Neukirchen bei den Weltmeisterschaften 2005 in Wien: Alexander Lotz und Sabrina Möller. Über 180 Teilnehmer(innen) beteiligten sich am 10-Finger-Tastaturschreiben (= Texterfassung). Hier ein Blick in den Wettschreibsaal kurz vor dem Beginn des Wettbewerbs. In der ersten Reihe: Sabrina Möller und Alexander Lotz.

Schwälmer Allgemeine - HNA - vom 13. August 2005:

Finger huschen über die Tasten

NEUKIRCHEN/WIEN. Im heimatlichen Neukirchen trainierten sie in aller Ruhe. Bei den Weltmeisterschaften in Wien legten sie los, ließen die Finger über die Tastatur huschen und belegten die Plätze 28 und 45 von 56 Teilnehmern. Die Rede ist von Sabrina Möller aus Gebersdorf und Alexander Lotz aus Immichenhain, die unter den Fittichen des Steno- und Maschinenschreibvereins Neukirchen zu der nötigen Fingerfertigkeit gelangten.

Beim Wettschreiben der Weltelite in Wien erreichte die 17-jährige Gebersdorferin beim 30-Minuten-Schnellschreiben 391 Anschläge pro Minute, und das bei einer Fehlerfreiheit von 99,92 Prozent. Etwas langsamer war der ebenfalls 17-jährige Immichenhainer, der auf 326 Anschläge mit einer Fehlerfreiheit von 99,94 Prozent kam.

Angereist waren die beiden Schüler mit eigener Tastatur und Laptop zu den Weltmeisterschaften während des 45. Intersteno-Kongresses in die österreichische Hauptstadt. Die waren sie nämlich gewöhnt durch das eineinhalb-stündige Training pro Woche. Denn um auf eine Anschlagzahl wie die beiden vom Neukirchener Verein zu kommen, bedarf es Übung, wie es bei allen anderen Sportarten auch der Fall ist, sagten die beiden Schüler und der Vereinsvorsitzende Horst Diehl. Im heimischen Neukirchen trainierten sie unter dessen Anleitung schwierige Texte, suchten ihren Schreibrhythmus - denn jede Unterbrechung, Konzentrationsschwankung oder Korrektur kostet Zeit - und machten ihre Hausaufgaben, die dann vom Trainer kontrolliert wurden. "Ohne ihn und die Unterstützung unserer Eltern wären wir wohl nicht so weit gekommen", sagt Alexander Lotz.

Mit dem Training im Rücken und der erforderlichen Konzentration ging es in Wien an die Tasten. Nachdem die Textmappen ausgeteilt waren, wurde es im Saal absolut still. Ein schriller Pfiff eröffnete den Wettkampf der weltbesten Schreiber. Insgesamt waren 182 Frauen und Männer in drei Klassen angetreten. Die Neukirchener starteten in der Jugendabteilung.

Mit dem Ergebnis zeigten sich die beiden Schüler durchaus zufrieden. Nach den zahlreichen Eindrücken, die die beiden außerhalb des Wettschreibraums in Wien gesammelt haben, sind sie sich sicher: Wir trainieren weiter. Denn 2007 werden die Weltmeisterschaften in Prag ausgetragen. Und da wollen sie auf jeden Fall dabei sein. (RAS)

Nach der Eröffnungsfeier des 45. Intersteno-Kongresses traf man sich mit Freunden und Bekannten. Hier mit Tatjana Woroshbit aus der Ukraine, Helena Matouskova (der Weltmeisterin im Tastaturschreiben) aus Tschechien und Hannelore Diehl aus Deutschland. Und abends bei herrlichem Sommerwetter machten wir einen Spaziergang durch Wien, so u. a. auch zur Hofburg. Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt mit einem Fiaker durch die Altstadt von Wien.
Vom Donauturm hat man einen guten Blick über Wien. Im Hintergrund die Donau. Ein Blick vom Donauturm auf das UNO-Viertel. Die Teilnehmer des Steno- und Maschinenschreibvereins Neukirchen mit den Gästen aus der Ukraine vor dem Schloss Belvedere.
Lustig war es beim Heurigen in Grinzing. Das österreichische Parlament besuchten unsere Wettschreiber Sabrina Möller und Alexander Lotz; während die übrigen Teilnehmer sich das Schloss Schönbrunn ansahen.. Sehr interessant ist das Haus des Meeres.
Schöne Lokale gibt es nicht nur in Grinzing, sondern auch am Spittelberg.

Auf dem Foto rechts ist die von Hundertwasser gestaltete Müllverbrennungsanlage zu sehen. Besucht wurde natürlich auch das Hunderwasserhaus.

Hannelore Diehl mit der alten und neuen Weltmeisterin Helena Matoushkova sowie Kongressteilnehmern aus Indien und China.

Ein wunderbarer Rahmen war der Festsaal im Wiener Rathaus. Dort fand die Siegerehrung statt. Anschließend gab es ein schönes Buffett. Der 45. Intersteno-Kongress mit den Weltmeisterschaften ging damit zu Ende. Prag 2007 wartet!